Polizeimeldungen für den Landkreis Oberallgäu & Kempten vom 8. Januar 2019

Polizeimeldungen für den Landkreis Oberallgäu & Kempten vom 8. Januar 2019

Vermisster leistet bei seinem Auffinden Widerstand gegen Einsatzkräfte
KEMPTEN. Am Montagabend wurde ein Mann aus dem Landkreis Lindau, welcher dringend ärztliche Hilfe benötigte als vermisst gemeldet. Der Abgängige konnte nach umfangreichen Suchmaßnahmen schließlich gegen 21:45 Uhr am Adenauerring angetroffen werden. Auf Ansprache durch die eingesetzten Polizeibeamten reagierte er nicht, zudem verhielt sich dieser zunehmend unkooperativ. Bei seiner Zuführung in ärztliche Behandlung leistete der Vermisste massiv Widerstand und beleidigte die eingesetzten Beamten. Verletzt wurde niemand. (PI Kempten)

Verkehrsunfall mit Sachschaden
BAD HINDLANG. Während Schneeräumungsarbeiten auf dem Bus-Parkplatz gestern früh, stieß ein Fahrer mit seinem Lkw beim Rückwärtsfahren an einen geparkten Pkw. Dabei verursachte er einen Gesamtschaden in Höhe von ca. 2.500 Euro. Verletzt wurde durch den Unfallvorgang Niemand. (PI Sonthofen)

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Auf Auto geschlagen und gegen Beamte gewehrt
KEMPTEN. Kurz nach 17 Uhr ging gestern ein Notruf bei der Polizei ein. Ein 53 Jahre alter Autofahrer hatte angerufen, weil er von mehreren Personen attackiert worden sei. Demnach hatte einer von ihnen mit den Händen auf den geparkten Pkw des Anrufers eingeschlagen, als der Fahrer mit seiner Frau auf die Tochter wartete.
Daraufhin stellte der Fahrer den Mann zur Rede, woraufhin zwei weitere junge Männer hinzukamen. Diese drohten verbal und versuchten nach dem Autofahrer zu schlagen. Als die Kemptener Polizei eintraf, flüchteten die drei in einen Hinterhof Auf’m Plätzle, wo sie gestellt werden konnten. Das Trio mit afghanischen Staatsangehörigkeiten ging mit erhoben Fäusten auf die Einsatzkräfte los. Schließlich wurden sie mittels Pfefferspray zu Boden gebracht und fixiert. Dabei versuchte ein 27-Jähriger einen Beamten in den Arm zu beißen. Letztendlich endete der Abend für zwei 19-Jährige in den Arrestzellen der Inspektion, wobei einer von ihnen zuvor wegen einer Wunde am Kopf im Krankenhaus ärztlich behandelt wurde. Der 27-jährige Rädelsführer musste aufgrund des Pfeffersprays zur Überwachung die Nacht im Klinikum verbringen. Hier ordnete der Richter eine Blutentnahme zur Bestimmung von Alkohol- oder Drogenkonsum an. Die Täter sind bereits einschlägig in Erscheinung getreten und werden sich nun einem weiteren Strafverfahren stellen müssen. Ob an dem Pkw ein Schaden entstanden ist, ist derzeit noch unklar. (PI Kempten)

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Langjähriger Vermisstenfall geklärt
OBERSTDORF. Nach rund 5 ½ Jahren konnte der Vermisstenfall eines damals 49-jährigen Urlaubers aus Dessau geklärt werden. Der Mann war im Sommer 2013 im Kleinwalsertal in Urlaub und zu einer Wanderung an der Station Höfatsblick an der Nebelhornbahn aufgebrochen. Nach der Vermisstenmeldung des Hoteliers wurden umfangreiche Suchmaßnahmen in die Wege geleitet, die jedoch nicht zum Erfolg führen. Anfang Dezember 2018 fand ein Forstarbeiter in unwegsamen Gelände am Gleitweg im Oytal die sterblichen Überreste eines Menschen und verständigte die Polizei. Beamte der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West haben die Bergung des Leichnams übernommen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Kempten ergaben nun, dass es sich bei dem Toten um den damals vermissten Bergwanderer handelt. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand gehen die Beamten gehen von einem Unglücksfall aus. (PP Schwaben Süd/West)